Letztes Jahr entschied sich Xplanation, kostenlose Übersetzungsleistungen für die internationale Hilfsorganisation Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen (MSF) zu spenden. In der vorliegenden Ausgabe des Newsletters sprachen wir mit Roland Thomann, Leiter Communications bei MSF Schweiz, um zu erfahren, was unsere Spende bewegen konnte.
Das Erdbeben in Haiti vom 12. Januar 2010 forderte fast 200.000 Tote. Es gab mehrere Hunderttausend Verletzte, ganze Städte wurden zerstört. In nur zwei Monaten führte MSF 3.781 Operationen durch und behandelte über 55.000 Menschen.

Notfälle sind die tägliche Arbeit von MSF. Nur 48 Stunden nach dem Erdbeben kamen die ersten chirurgischen Teams an, um die Einsatzkräfte vor Ort zu unterstützen. Und diese Unterstützung war lebensnotwendig, denn die Verletzten überschwemmten sprichwörtlich die zerstörten Krankenhäuser, wurden in provisorischen Einrichtungen behandelt und operiert.
Seit 39 Jahren hilft MSF in Not geratenen Menschen. Die Hilfsorganisation ist dort im Einsatz, wo Katastrophen, militärische Konflikte, Epidemien oder Hungersnöte unmittelbare Hilfe erforderlich machen. Die Tätigkeiten von MSF werden von privaten Spenden finanziert. Nur so ist es möglich, Katastrophenhilfe in solchem Umfang zu leisten. Dazu wurde ein spezieller Fonds eingerichtet, der unmittelbare Einsätze bei Krisen erlaubt, ohne auf die ersten Spenden warten zu müssen.
"Als internationale Organisation müssen wir in verschiedenen Sprachen arbeiten. Dabei meine ich nicht nur die europäischen, sondern alle, die von den Menschen gesprochen werden, denen wir helfen. Wir sind deshalb sehr froh darüber, dass wir uns auf die Übersetzungsleistungen von Xplanation verlassen können. Wir können sicher sein, dass Liefertermine eingehalten und qualitativ hochwertige Übersetzungen geliefert werden. Solch eine Partnerschaft ist sehr kostbar. So können wir uns ausschließlich auf unsere humanitären Tätigkeiten konzentrieren", sagt Roland Thomann.
MSF hat seine Behandlungskapazitäten in Haiti kontinuierlich erweitert und betreibt nun 16 Operationssäle. Bisher konnten dort mehr als 3.700 Menschen ärztlich behandelt werden. "Wir haben bisher 54.789 Patienten behandelt. Das entspricht der Bevölkerung der Städte Luzern oder Lugano in der Schweiz. Weitere 22.792 Menschen, die vor allem aufgrund von Amputationen traumatisiert waren, fanden Hilfe bei unserem psychologischen Dienst.” MSF verfolgt darüber hinaus auch Aktivitäten im Hinblick auf Wasserversorgung und Einrichtung von Sanitäranlagen, wie z.B. Latrinen.
MSF hat in Haiti zurzeit 348 internationale Mitarbeiter und über 3.000 Haitianer in unzähligen Gesundheitszentren im Einsatz, um der Katastrophe Herr zu werden. Falls Sie mehr über MSF erfahren oder zu Gunsten dieser Hilfsorganisation spenden möchten, dann besuchen Sie http://www.msf.org.